Der Salon

Salon suggeriert einen Ort, wo man sich zum Kennenlernen und geistigen Austausch in geselliger Atmosphäre trifft – ein Nachklang an die Pariser und Berliner Salons von einst. Die Themen waren der Philosophie und ihren Wissenschaften gewidmet.

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Optisches Kabinett

Das Optische Kabinett wurde als Lehr-Museum eingerichtet. Erfahren Sie, wie eine optische Täuschung funktioniert oder schauen Sie sich einen rustikalen Fernschreiber aus dem letzten Jahrhundert an. Erleben Sie auch, wie Elektrizität und vieles mehr entsteht.

Zum "Optischen Kabinett"

Ein über viele Generationen gewachsenes Nationalgefühl existierte auf deutschem Boden nie. Das war der Unterschied zum Nachbarn und Erbfeind  Frankreich. Dort gab es einen Zentralstaat mit Paris in seiner Mitte, das Volk identifizierte sich bis zum blanken Chauvinismus mit seiner Nation. Erst ab 1871 existierte ein Deutsches Reich. Nach der Schlacht bei Königgrätz waren die Bande mit Habsburg endgültig zerschnitten. Preußen, als der größte der einstmaligen Territorialstaaten übernahm die Führung eines Deutschlands. Die Länder gab es noch, selbstverständlich, und seine Völker mit ihren unverwechselbaren Idiomen waren in erster Linie Bayern, Schwaben, Badenser, Sachsen, Mecklenburger, Hessen. Den eigentlichen Preußen – den Saupreiß – gab es nur als Feindbild in der Phantasie der Bayern. Preußen war ein Konglomerat aus Provinzen mit eigenen Völkern und Dialekten – Schlesier, Ostpreußen, Friesen, Brandenburger, Rheinländer. Es war eine Zeit des Friedens, des Aufbruchs, der großen Worte – man fragt sich, wieviel an Nationalgefühl – oder besser: Nationalstolz – war herbeigetrommelt, und wieviel war Herzenssache. Doch, das Deutsche gab es schon. Es war lange unterschwellig gewachsen, seit den Befreiungskriegen, seit 1848, seit dem Streit mit den Landesfürsten um Verfassungen. Was die Territorien zu einem Deutschland zusammenschmiedete, waren eher die Nachbarn, die eine zusehends unfreundliche Haltung annahmen. Rache für Sedan scholl es aus Frankreich, und… ich kenne nur Deutsche – so Kaiser Wilhelm II am Vorabend des Ersten Weltkriegs. Und wie fühlen wir uns heute? 60 Jahre nach dem Trauma von Zerstörung, Verlust und Schande, einer drückenden Kollektivschuld – dann aber doch das Wunder von Bern, und schließlich die gelungene, übermütige Ausrichtung der Fußballweltmeisterschaft. Wir waren nicht mehr das Volk von damals. Nur ein Häuflein Überlebender. Hatten wir nun ein Vaterland? Eigentlich brauchten wir keines mehr. Auch ein anderes Wort hat die Zeit mit ins Grab genommen: Heimat. Von deutschen Flüchtlingen redet keiner mehr.

 

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